Von Duisburg nach Bochum, zwei Wegen den Ruhrpott zu erleben

Ein kleiner Bildlicher Rückblick zu den beiden „Ruhrpott-Wochen“ aus den Spielen mit dem Torlosen Auswärtskick in Duisburg und dem erhofften Heimsieg gegen den VfL Bochum.

Das Spiel beim MSV zeigte wohl auch den letzten Optimisten, dass es diese Saison die Gedanken sich weniger um den Aufstieg drehen werden. In Duisburg war es schon ein sehr schwaches Spiel von beiden Mannschaften. Die Eintracht hatte phasenweise ihre spielerischen Ideen, aber leider kamen diese zu wenig oder wurden nicht vernünftig beendet und so kam am Ende ein verdientes 0:0 auf das diesjährige Saisonkonto.

Wir verstehen das durch die letzten erfolgreichen Jahre eine höhere Erwartung in Braunschweig geweckt wurde und dadurch ist gerade in dieser Saison die Ungeduld auf den Rängen und aus unserer Perspektive vor allem in den sozialen Netzwerken zu spüren. Nachvollziehen ist für uns aber irgendwie überhaupt nicht. Vor allem dann nicht, wenn diese Netzwerke und Stammtischgespräche teilweise schon in einzigartige wundersame Berichte, Kommentare und andere Scheiße wie die letzen Wochen enden.

Beim Fußball spielen Faktoren eine Rolle, welche nicht wirklich planbar sind, um die nächste höhere Stufe des Erfolges sofort zu erreichen. Grundsätzlich ist es sogar nicht regelbar . Wir  denken das die Marschrichtung der Vereinsverantwortlichen vor der Saison vielen eine blau-gelbe Aufstiegsbrille verpasst haben und jeder gehofft hat das es jetzt von alleine läuft und solche „Relegationsspiele“ ja eine Mannschaft emotional stärken müsste.

Es gab in den letzten Jahren genug Beispiele das ein Team aus der verpassten Relegation nicht immer automatisch in der darauffolgenden Saison wieder oben angreift. Das letztjährige Beispiel Karlsruher SC sollte Warnung genug sein oder zumindestens den Zeigefinger ganz nach oben strecken.

Die Situation zwischen der aktiven Fanszene und dem Vorsitzenden der Fußball GmbH hilft dann auch nicht eine gewünschte Ruhe auf den Rängen herbeizuführen. Wie schon irgendwo von uns erwähnt sind Fans nicht für sportliche Niederlagen oder Siegen Verantwortlich sondern eigentlich immer noch das kickende Personal.  Es kann aber Kraftreserven frei setzen oder vielleicht doch 2% mehr zu geben, wenn man die Unterstützung der Fans spürt.

Daher würden wir gerne an die PFEIFENDEN PFEIFEN im Stadion noch gerne etwas sagen. Eintracht führt zu Hause mit 1:0, der VfL hatte kurz vor der Halbzeit Ballbesitz von 55-60% und Eintracht versuchte dann das Spiel zu beruhigen und erst einmal mit dem 1:0 in die Halbzeit zu gehen (vor allem wenn man die Vorstellung der letzten Wochen oder Duisburg vor Augen hatte oder die frühen Wechsel nach Verletzungen). In den 2 Minuten der Nachspielzeit dann sehr extreme Unmutsbekundigen einiger dann doch mehr als gedachten sogenannten Fans der Eintracht, denn während die Eintracht hinten herum spielt und versucht erst einmal im Ballbesitz zu bleiben gibt es Geschrei von „Nach Vorne“ „Bewegt Euch“ und die besagten Pfiffe. Wir wissen ja nicht wer den Begriff Taktik im Fußball bereits mal gehört hat, hierzu gehört übrigens nicht nur die Aufstellung in ein 4-2-3-1 oder 4-3-3 einzustellen, sondern auch die Mannschaft auf Spielsituation und Einflüsse von Aussen (wie Verletzungen von eigenen Spieler -> auf diesem Weg gute Besserung an die #16 und #4) einzustellen und sein Spiel während der 90 Minuten anzupassen. Was soll Euer Gepfeife bringen, nur weil es kein HURRA Fußball ist den der FC Bayern zeigt und/oder in den 2 Minütigen Zusammenfassungen der Sportschau vorgegaukelt wird. Ja Eintracht war bestimmt nicht souverän, aber aus der aktuellen Sportlichen Situation (Verletzungen, Neueinkäufe, Verkäufe, aktueller Leistungsstärke gestandener Spieler usw.) war das eine ordentliche Leistung. Am Ende der 90 Minuten dann halt ein schöner dreckiger Sieg! Wo man bis zum Schluss noch zittern musste. Wo man aus sich herausgeht im positiven und die Mannschaft anfeuert und auch jede noch so klitzekleine Aktion abfeiert und beklatscht. Das ist die Eintracht, die wir aus vielen Jahren kennen, rackern und schön dreckig gewinnen ….. ist uns persönlich auch lieber als souveräne 3:0 Siege (wobei in 34 Spielen sowas auch gerne mal dabei sein darf :-P). Wir werden Euer Gepfeife bestimmt nicht beenden können mit unseren Aussagen, ihr werdet Gründe haben, aber solltet ihr wirklich denken und hoffen das Eintracht wie der FC Barcelona und der FC Bayern alles in Grund und Boden schiesst, dann glauben wir ihr habt kein wahres Eintracht Fanherz. Wir reden nicht über die blau-gelbe Brille die man uns jetzt vorwerfen kann, aber nicht alles ist so scheiße wie es gesehen wird und ein Spiel dauert 90 Minute und am Ende zählt nur das Ergebnis oder kann sich jeder von Euch an die 67 Saisonspiele erinnern, wenn man so die Tore und Gegentore anschaut aus dieser Saison, dann glauben wir das es bestimmt keine Leckerbissen waren. Ein Sieg gegen Hannoi im Pokal, war bestimmt kein Leckerbissen, ein Auswärtspunkt in Hannoi durch Marco „Fußballgott“ Dehne war bestimmt kein Fußballleckerbissen, Flutlicht-Pokalsieg gegen Dortmund war bestimmt kein Leckerbissen, Relegationsspiele gegen Wolfsburg war auch nicht alles Leckerbissen, aber am Ende legendäre Spiele. Also wartet die 90 Minuten oder Winterpause ab und feuert die Mannschaft mit Klatschen und schreien an, denn die meisten von Euch werden auch nicht vor der Mittagspause vom Chef heruntergemacht, oder ?

Nun zur aktiven Fanszene, der Stimmungsboykott wurde zum Spiel gegen Bochum aufgehoben und der Spieltag mit einen Marsch von der Schloss-Attrappe zum Stadion eingeleitet. Zur Begründung wurden folgende Punkte vermittelt. Zum einen hat der Mannschaftsrat der Eintracht den Dialog gesucht und die „bitte“ an die Fanszene herangetragen und wohl nur aus dieser Motivation heraus geht man als aktive Fanszene mit einen Vorschuss in Richtung Verein und Unterstützt das Team. Es wurden wohl seitens der Fußball GmbH auch ein paar Zugeständnisse gemacht, aber man sollte nicht denken jetzt ist alles wieder schön, denn Vertrauen und gegenseitigen Respekt erhält man nicht nach 90 Minuten, sondern wird noch viele kleine Prozessschritte benötigen. Ein Anfang ist gemacht und jetzt wo es wieder in Block 9 laut ist, dürfen auch gerne der Rest der blau-gelben „Familie“ sich beteiligen und auch in engen Spielen die Finger zum klatschen benutzen und nicht zum Pfeifen ist auch besser da ist nämlich der Mund frei und man kann sich auch trauen mal ein „EINTRACHT; EINTRACHT; EINTRACHT“ loszuwerden !

Eine neue Woche beginnt morgen und am Ende dieser steht das Spiel gegen Dresden an, lasst uns gemeinsam den nächsten Schritt gehen und das bittere Spiel der letzten Saison gemeinsam vergessen machen lassen ………

Wieder viel Text und wenig Bild :-/ Great Braunschweig im Wandel des sozialen Netzwerk ….. ich hoffe es gefällt trotzdem 😛

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