Trostlos ist, was ihr daraus macht

DFB Pokal, 1. Runde, Auswärtsspiel gegen Holstein Kiel und wie im letzten Jahr ist hier für die Braunschweiger Eintracht Endstation. Ein teilweise mutloser Auftritt, gepaart mit Pech und Glück und am Ende gewinnen die Kieler Störche. Sportlich war (vor allem in Halbzeit 1) nicht viel bei der Eintracht, erst die Umstellung der sportlichen Leitung Mitte der ersten Halbzeit brachte ein wenig mehr Spielfluss für blau-gelb. Ich denke wir können uns einige sein das es nach 90 Minuten einen verdienten Sieger gab oder aus unserer Sicht einen verdienten Verlierer.

Trostlos war es aber auch auf den Rängen oder innerhalb des Gästeblock. Ich rede nicht davon das es keine Fahnen und Trommeln gab, denn wer sich nur ein klein wenig mit der Szene auskennt und nicht nur um die Frisur von Boland oder den Lieblingsessen von Reichel Gedanken macht, der oder die hat dann schon etwas von den Stadionverboten der letzten Tage/Wochen gehört.

Jeder Mensch kann für sich entscheiden wie er sich zu dieser Situation verhält und wie er damit auf den Rängen umgehen möchte, aber wie oft hat man in Braunschweig nicht gehört, dass man solche Leute nicht benötigt und wie oft hat man gehört das es sowieso alles OHNE geht. Ein Heimspiel und zwei Auswärtsspiele später frage ich mich wo denn die ach so vielen Menschen sind, die immer wieder sagen das es auch ohne diese „Ultrasch“ geht? Jeder mag hier seine eigene Position haben, was diese Bewegung angeht, aber aus meiner Sicht lässt es sich nicht von der Hand weisen, dass die Szenen in ihren Stadien die Stimmung erzeugen, welche seit Jahren an Mann und Frau verkauft werden, als einzigartige Atmosphäre. Nicht nur bei uns in Braunschweig, sondern überall. Jetzt gegen Kiel hat man es mal wieder gesehen, das Fußballfans ihre Vorturner brauchen. Jetzt stand ich da (nicht weil ich singen wollte) zwischen den rund 1000 Braunschweiger in Kiel und es ist schon immer lustig zu hören wie Leute versuchen Stimmung zu machen, aber dann ihr Maul nicht emotional aufbekommen. In Düsseldorf war es noch teilweise Überraschend laut, aber in Kiel? Lauthals aus sich heraus kommen und abgehen und 90 Minuten alles geben, egal was man singt scheint wohl ohne die „bösen Ultrasch“ nicht zu gehen oder ist es die große Solidarität die die ultrasorientierten Gruppen in Braunschweig erfahren, dass man nicht singt?

Bevor ich hier falsch verstanden werde, ich verstehe die Solidarität der Gruppen hinter den neuen ULTRAS Banner, aber ich verstehe die Leute nicht die immer gesagt haben „ohne geht es auch“. Es ist Eure Chance zu zeigen das ihr die „Kinder“ nicht benötigt, aber da meckert man lieber auf ein schlechtes Spiel der Braunschweiger Spieler und pfeift diese sogar teilweise nach dem Spiel aus oder regt sich über Fußballtaktiken auf, obwohl man selbst nicht mal weiß wie man Taktik interpretiert oder was es in Wirklichkeit ist.

Aus meiner Sicht wird es spannend in der neuen Saison, wie sich das ganze entwickelt, nicht nur auf dem Platz, sondern auch daneben. Nicht nur in BS, sondern überall in Deutschland.

PS: kleine Info noch nebenbei, wie mit Fans umgegangen wird? Jahrelang konnten Fußballinteressierte die Spiele unserer U-Mannschaften gegen Hannoi bewundern, seit diesem Wochenende ist bekannt das sich 95+1 und der BTSV darauf geeinigt haben, diese Spiele ohne Zuschauer auszutragen. Schon Schade das man immer auf Dialoge pocht, aber immer mal wieder sein wahres Gesicht zeigt, indem man KOLLEKTIV alle BSler (und in dem Fall auch Hler) unter einen Deckel der Gewalt vereint und somit den Fußball verbietet! Läuft auch bei uns super ….

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